2018, Berlin, Design Thinking, Startup

Published: Mai 21, 2018

Schüler*Innen-Startups – nachhaltig, mutig und weltoffen

Evangelische Schule Berlin, Klasse 9
www.ev-schule-zentrum.de

Erst wenn Schülerinnen und Schüler (SuS) eine Idee, die sie für ihre Schule haben, umsetzen, können wir neue Innovationen langfristig und mit größtmöglichem Engagement an einer Schule etablieren. Sie sind die ExpertInnen, wenn es darum geht, zu benennen, was an einer Schule dringend verbessert werden muss.

Wir wollen „mit-bauen“ an der Zukunft unserer Schule und unserer Welt. Dies kann aber nur gelingen, wenn die Wege des Alltags und unserer aller Leben sich auf Werte und Lebensformen verständigen. Die Sustainable Development Goals (SDG, https://www.globalgoals.org) könnten der kleinste gemeinsame Nenner für diese Verständigung sein. Unser Ziel ist es, ein Projekt/Produkt zu entwickeln, dass langfristig die Ziele der Global Goals in den Alltag unserer Schule trägt.

An der Evangelischen Schule Berlin Zentrum haben viele der rund 700 Jugendlichen eine klare Haltung zu Themen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels. Darüber hinaus engagieren sich seit nun mehr drei Jahren alle SuS in dem regulären Schulfach „Projekt Verantwortung“ (PV) in kommunalen Projekten (Altenheim, Kindergarten, Hospiz etc.). Im kommenden Schuljahr 2018/2019 wollen wir noch einen Schritt weiter gehen: Wir möchten diesen kritischen Geist und das Engagement an unsere Schule holen – die SuS zum eigenen Handeln anregen.

Was nun gebraucht wird, sind konkrete Handlungen und praktische Umsetzungen, die allen innerhalb der Schulgemeinschaft dabei helfen können, den SDGs ein Stück näher zu kommen.4

Wir planen deshalb ein schulinternes Netzwerk von verschiedenen SchülerInnen-Startups. Das Konzept dafür steht bereits (erste Skizze aus dem Workshop in Wolfsburg hängt an) und die Schulleitung unterstützt das Vorhaben, indem Räume und feste Zeiten (PV, Freiraumkurse) im Stundenplan für die Entwicklung ab dem nächsten Schuljahr zur Verfügung gestellt werden. Die SuS sollen die Möglichkeit haben, Startups zu gründen, mit denen sie ihre FreundInnen leichter für einen nachhaltigeren Lebensstil begeistern können. Erste Ideen sind z.B. eine Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt, ein Wasserspender mit wiederverwendbaren Flaschen oder ein fest etablierter Kleiderkreisel. Hier kann grundsätzlich alles gedacht werden. Wichtig ist eine klare inhaltliche Anbindung an die Global Goals und eine Startup-Struktur, die von den Jugendlichen selbst aufgebaut und verwaltet werden kann. Die begleitenden LehrerInnen würden eine Einführung zu Themen wie „Firmengründung“, „Abrechnungen“, „Verwaltung“ oder auch „Ideenfindung“ (Design Thinking-Methode) anbieten und ferner als AnsprecherpartnerInnen fungieren. Einen noch ungenutzten Bauwagen auf dem Schulgelände konnten wir bereits als „Startup-Zentrale“ und Treffpunkt für die neuen GründerInnen gewinnen.

Im Zentrum steht vor allem, dass die Start-Ups nahe an den Bedürfnissen der SuS gelagert sind und ihre Alltagsrealität widerspiegeln. Nur so können nachhaltige Veränderungen im Schulalltag entstehen: z.B. nachhaltiger zu konsumieren (Flaschensystem), saubere Energie (Solarpanels auf dem Schuldach) und eine Fahrradwerkstatt (verantwortungsvoller Konsum) zu nutzen und vieles mehr.

Mit ihrer Unterstützung durch den Projektwettbewerb können wir die SchülerInnen-Start-Ups auf ein höheres Level heben: wir schaffen Materialien an, sorgen für ein schulinternes Marketing und setzen damit die Idee vom Papier in die Tat um. Somit erreichen wir eine ganzheitliche Lernerfahrung für die Start-ups sowie die Schulgemeinschaft.

2018, Berlin, Design Thinking, Startup

Published: Mai 21, 2018

Client

Team: NMW - nachhaltig, mutig und weltoffen

 

Schüler*innen:

Ayana, Fabian, Jakob, Elias

 

Lehrer*innen:

Frau Kramer, Herr Sievert

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