• Tag zwei des Bundeswettbewerbs 2018

    Der zweite Tag der Challenge fand im Quartier Zukunft der Deutschen Bank in der Friedrichstraße statt. Auch hier hatten alle Schülertteams ihre eigenen Arbeitsplätze und erhielten zudem Unterstützung durch Mentor*innen der Deutschen Bank. Durch die nahegelegene Unterbringung im City Hostel Berlin kamen alle Teams hoch motiviert an und legten direkt wieder los, wo sie am Tag zuvor aufgehört hatten. Die Stimmung war den ganzen Tag über voller Energie und auch, wenn das Quartier Zukunft in seinem Normalzustand schon nichts mit einer klassischen Bank zu tun hat, sondern eher einem kreativen Coworkings Space gleicht, war dieser Tag spürbar besonders.

    Innerhalb des Design Thinking Prozesses standen die Phasen Ideen finden und Ideen auswählen, sowie das Prototyping auf dem Programm. Besonders auf das Prototyping, also das Realisieren und Erfahrbarmachen ihrer Ideen hatten sich die Schüler*innen schon von Beginn an gefreut.

    Und nach fieberhaftem Basteln, Verfeinern, Anpassen und geheimem Üben der jeweiligen Präsentation war es endlich so weit: Der Pitch auf der Bühne stand an. Die zahlreichen Besucher sahen sieben kreative und einzigartige Prototypen. Die Schüler*inne boten mit wunderbaren Modelbauten, darstellendem Spiel, Plakaten und Performances eine große Bandbreite dar und antworteten souverän auf die Fragen der Jury.

    Diese, bestehend aus Joana Breidenbach (Gründerin betterplace.org), Kerstin Heuer (Gründerin Futurepreneur e.V.), Heinz-Jürgen Rickert (Bundeskoordinator UNESCO Projektschulen), Kai-Arno Jensen (Deutsche Bank – Managing Director Geschäftsbereich PW und CC), Michael Münch (Deutsche Bank Stiftung- stellvertretender Vorsitzender) und Norbert Kunz (Gründer Social Impact gGmbH) tat sich mit ihrer Entscheidung offenbar nicht leicht.

    Doch bevor die Entscheidung verkündet wurde, überließ der Moderator Daniel Fischer den Künstlern Rico und Reza von der gemeinnützigen Organisation Heartbeat Edutainment die Bühne. Sie hatten sich die Schüler*in Jule vom Nandu e.V. zur Unterstützung beim Poetry Slam auf die Bühne geholt. Der interaktive Rap zu den Präsentationen aller sieben Teams endete mit einem gemeinsamen Refrain aller:

    „Baut Eure Zukunft – wir bewegen die Welt,

    Dabei sein ist alles, Sei immer du selbst,

    Jeder von uns ist als Sieger*in geboren,

    Klappt es beim ersten Mal noch nicht,

    Mach es wieder von vorn!“

    Was für ein bewegender Moment und noch Weitere sollten folgen: zuerst die wunderbare Nachricht, dass es keine Verlierer*innen des Wettbewerbs geben würde. Jedes Team erhielt die Zusicherung von 500 Euro mitsamt Unterstützung bei der Umsetzung ihres Projektes von der Deutschen Bank.

    Den zweiten Platz das Team „The Fantastic Four“ bestehend aus Emma, Leonie, Dominic und Luca von der Paul-Robeson-Oberschule. Hierfür erhalten sie 5000 Euro und wollen damit eine Lernoase für Chancengleichheit für alle Schüler*innen schaffen.

    Der erste Platz des Bundeswettbewerbs ging an „Die dingmaater Backehörncha“Charlotte, Alexander, David und Tobias vom Leibniz-Gymnasium St. Ingbert. Ihr Ziel mit dem Preisgeld von 10.000 Euro ist die Förderung von gemeinschaftlichen, sportlichen Aktivitäten in der Region. Dies dient der Sensibilisierung der Gesellschaft zum Thema Armut und ermöglicht von Armut betroffenen Kindern die Teilhabe an Freizeitaktivitäten.

    Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen, Besucher*innen und Unterstützer*innen für diese zwei wunderbaren Tage und freuen uns schon sehr auf die nächste Runde. Denn es gibt nichts Schöneres, als in jungen Menschen die Erkenntnis zu wecken, wie viele Möglichkeiten und wie viele Fähigkeiten in ihren Händen liegen, ihnen freudvolle Erlebnisse und positive Erfahrungen zu schenken, welche ihnen auch in Zukunft von Nutzen sein werden.

  • Baut Eure Zukunft auf den Bildungstagen

    Dass in Bayern in Sachen zeitgemäßer Bildung so einiges los ist, liest man schon auf diversen Blogs und bei Twitter. Angelina und Uwe wollten es genau wissen und haben sich letztens übers Wochenende auf den Weg zu den Bildungstagen München gemacht. Der erste offizielle Messestand von Baut Eure Zukunft mitsamt Sofa, Workshops und Rollups –  was für eine Aufregung! 

    Wie die Stimmung war, kann man auf unserem Titelbild schon sehr authentisch ablesen. Zwischenzeitlich kann so ein ganzes Wochenende auf einer Konferenz oder Messe präsent zu sein ja auch schon mal ganz schön anstrengend werden. Aber mit dem richtigen Team, dass sich gegenseitig aufmuntert und unterstützt, kann von Messekoller keine Rede sein. 

    Uns hat besonders begeistert, dass für die Schulen und Bildungsmacher in München die Methode des Design Thinkings offenbar keine so große Neuigkeiten ist, wie es uns oft in Berlin begegnet. Somit kamen wir schnell mit unseren Standnachbarn, anderen Bildungsinitiativen und Schulen ins Gespräch. Unsere gemütliche Sofaecke mitsamt Obst und kleinen Snacks hatte eine nahezu magische Wirkung auf die müden Beine von Besucher*innen und Bildungsmacher*innen.

    Flipchart zu Design Thinking

    Was ist Design Thinking eigentlich? Offenbar nichts Neues für die Bayern.

     

    Es ehrt die Lehrer*innen, wenn sie die Vorgehensweise erst vollkommen durchdringen wollen, bevor sie im Unterricht oder an Projekttagen Anwendung findet. Jedoch sind unsere Materialien so ausgearbeitet, dass jede/r Lehrer*in sofort damit loslegen kann.

    – Angelina, Projektassistenz 


    Leider gab es nicht ganz so viele Besucher wie in den letzten Jahren auf der Veranstaltung selbst, wie uns andere Aussteller berichteten. Aber die Vielfalt an Menschen, die mit selbst gegründeten Schulen, Lernferien und

    Methodenkoffer mit PostIts und Stiften

    Wir haben mal so richtig den Methodenkoffer ausgepackt.

    Projekten frischen Wind in die deutsche Bildungslandschaft bringen wollen, war eine echte Inspiration. Zudem sind wir den Organisatoren von den Bildungstagen selbst unglaublich dankbar für die tolle Unterstützung. So ein erster Auftritt will wohl geplant sein und wir konnten sogar soweit begeistern und überzeugen, dass wir eigene, kleine Workshops und Einführungen zu unserem Projekt geben konnten. 

    Der Medienbruch von analog zu digital war deutlich zu spüren. Natürlich wollen alle gerne neue Lehr- und Lernmittel einsetzen, aber auf so einer Bildungsmesse waren deutlich Give Aways, Flyer und große Plakate im Vordergrund. Als eines der aktivsten Teams beim Thema Social Media kam uns jedoch große Offenheit entgegen. Auf unserer Facebook-Seite haben wir unsere Eindrücke sogar in einem kurzen Video zusammengefasst.

    Wir haben schnell gemerkt, wie anziehend ein entspannter, offener Stand voller guter Laune ist und unsere spannenden und zahlreichen Besucher bestätigten diesen Eindruck.

    – Angelina, Projektassistenz

    Die Schule von morgen mit Baut Eure Zukunft


    Eines unserer ganz persönlichen Highlights war das Gespräch mit dem 80-jährigen Herrn Kränz, welcher erst einmal sehr kritisch nachfragte, ob wir denn Bankangestellte seien. Sein wacher Blick auf die Logos unserer Förderer ließ ihn diesen Trugschluss ziehen. Nach längerem Gespräch stellte sich heraus, dass sein reges Interesse an Bildungsveranstaltungen in zu der Erkenntnis gebracht hätten, dass es im Bildungssystem eine Veränderung braucht, auch wenn es bisher so funktioniert hätte. Für ihn war es sehr spannend, wie viele der Bildungsmacher*innen von ihrer Ausbildung her selbst gar keine Lehrer*innen sind. Seinen weisen Rat an uns und unser Projekt wollen wir unseren Leser*innen nicht vorenthalten: 

    Mein ganzes Leben war voller Herausforderungen, aber wissen Sie, es bringt nichts mit dem Strom zu schwimmen.

    Es lohnt sich, seinen eigenen Weg zu gehen. 

    – Herr Kränz, Rentner

    Vorführung der Videos aus der Toolbox

    Unsere zwei YouTuber Henni und Jenni bei ihrer Kino-Premiere.

    Unser Dank gilt Toni für seine großartige Unterstützung bei der Organisation unseres Ausflugs und am Stand selbst!