• Ein Camp voller Zukunftskompetenzen

    Auf unseren Fortbildungen, bei Konferenzen und während der Challenge haben wir viele aufgeschlossene Lehrende und Lernende kennengelernt die keine Scheu vor neuen Methoden oder Lehrmitteln kennen. Die größten Herausforderungen für innovationswillige Bildungsmacher*innen liegen demnach nicht in deren Veränderungswillen, sondern in ganz alltäglichen Umständen wie den Anforderungen des Lehrplans, skeptischen Kolleg*innen und der eigenen Überlastung. Da wir uns dieser Gegebenheiten bewusst sind, haben wir nicht nur die kostenfreien Toolboxen für die Projektarbeit entwickelt, sondern auch das Format „Baut Eure Zukunft Camps“.

    Was sind Baut Eure Zukunft Camps? 

    Unsere Camps sind im Prinzip eintägige Workshops für Schüler*innen und Lehrer*innen. Während des Workshops arbeiten die Jugendlichen unter Anwendung einer Baut Eure Zukunft Toolbox an Lösungsideen für gesellschaftliche Herausforderungen. Dabei erhalten die Teams konkrete Unterstützung von Design Thinking Trainer*innen, welche den Prozess moderieren und den Schüler*innen helfen in ihrem Tempo am Ball zu bleiben. Dadurch erleben sie Projektarbeit, die nicht nur neue Kompetenzen vermittelt und Spaß macht, sondern auch Themen der Zukunft anpackt. An den Camps können Schüler*innen-Teams der achten bis zehnten Klasse à vier Personen und eine betreuende Person teilnehmen.

    Welche Kompetenzen erlernen die Schüler*innen?

    Wir glauben, dass viele der klassischen Lehr- und Lerninhalte zwar grundlegend notwendig sind, aber auch ein großer Teil mittlerweile veraltet oder gar unnötig für die zukünftige Arbeitswelt ist. Andererseits sollen immer mehr neue Fächer und Inhalte in den Schulen abgedeckt werden.

    Wir möchten mit unseren Projekttagen mit einfach anwendbaren Methoden eine Entlastung für diese Situation schaffen. Unser Ziel ist es, mit Innovations- und Kreativtechniken wie Design Thinking und digitalen Lernmaterialien, junge Menschen für gesellschaftliche Herausforderungen zu sensibilisieren.

    Darum fördern wir

    • Sozial- und Teamkompetenzen
    • Feedback- und Fehlerkultur
    • Kreativität
    • Selbstwirksamkeit
    • Empathievermögen

    Nach dem Camp ist vor dem Bundesfinale

    Diese Projekttage sind eine besondere Erfahrung für Schüler- und Lehrer*innen. Um die Teilnahme für alle zu ermöglichen, stellen wir Trainer*innen, Material, Räumlichkeiten und die Verpflegung zur Verfügung. Die Reisekosten müssen von den teilnehmenden Schulen oder Jugendorganisationen selbst bezahlt werden. Zudem ist durch die Teilnahme an einem Baut Eure Zukunft Camp eine Qualifizierung für das Baut Eure Zukunft Bundesfinale möglich. Bei jedem Camp wird ein Tagessieger-Team gekürt, welches damit automatisch am Bundesfinale in Berlin teilnehmen kann.

    Alle Camp-Termine und Informationen zur Anmeldung finden Sie unter folgendem Link: https://baut-eure-zukunft.eu/camp/.

    Wir freuen uns in Berlin, München, Stuttgart, Hannover, Frankfurt, Düsseldorf und Köln/Bonn auf Sie und ihre Schüler*innen!

  • Baut Eure Zukunft auf den Bildungstagen

    Dass in Bayern in Sachen zeitgemäßer Bildung so einiges los ist, liest man schon auf diversen Blogs und bei Twitter. Angelina und Uwe wollten es genau wissen und haben sich letztens übers Wochenende auf den Weg zu den Bildungstagen München gemacht. Der erste offizielle Messestand von Baut Eure Zukunft mitsamt Sofa, Workshops und Rollups –  was für eine Aufregung! 

    Wie die Stimmung war, kann man auf unserem Titelbild schon sehr authentisch ablesen. Zwischenzeitlich kann so ein ganzes Wochenende auf einer Konferenz oder Messe präsent zu sein ja auch schon mal ganz schön anstrengend werden. Aber mit dem richtigen Team, dass sich gegenseitig aufmuntert und unterstützt, kann von Messekoller keine Rede sein. 

    Uns hat besonders begeistert, dass für die Schulen und Bildungsmacher in München die Methode des Design Thinkings offenbar keine so große Neuigkeiten ist, wie es uns oft in Berlin begegnet. Somit kamen wir schnell mit unseren Standnachbarn, anderen Bildungsinitiativen und Schulen ins Gespräch. Unsere gemütliche Sofaecke mitsamt Obst und kleinen Snacks hatte eine nahezu magische Wirkung auf die müden Beine von Besucher*innen und Bildungsmacher*innen.

    Flipchart zu Design Thinking

    Was ist Design Thinking eigentlich? Offenbar nichts Neues für die Bayern.

     

    Es ehrt die Lehrer*innen, wenn sie die Vorgehensweise erst vollkommen durchdringen wollen, bevor sie im Unterricht oder an Projekttagen Anwendung findet. Jedoch sind unsere Materialien so ausgearbeitet, dass jede/r Lehrer*in sofort damit loslegen kann.

    – Angelina, Projektassistenz 


    Leider gab es nicht ganz so viele Besucher wie in den letzten Jahren auf der Veranstaltung selbst, wie uns andere Aussteller berichteten. Aber die Vielfalt an Menschen, die mit selbst gegründeten Schulen, Lernferien und

    Methodenkoffer mit PostIts und Stiften

    Wir haben mal so richtig den Methodenkoffer ausgepackt.

    Projekten frischen Wind in die deutsche Bildungslandschaft bringen wollen, war eine echte Inspiration. Zudem sind wir den Organisatoren von den Bildungstagen selbst unglaublich dankbar für die tolle Unterstützung. So ein erster Auftritt will wohl geplant sein und wir konnten sogar soweit begeistern und überzeugen, dass wir eigene, kleine Workshops und Einführungen zu unserem Projekt geben konnten. 

    Der Medienbruch von analog zu digital war deutlich zu spüren. Natürlich wollen alle gerne neue Lehr- und Lernmittel einsetzen, aber auf so einer Bildungsmesse waren deutlich Give Aways, Flyer und große Plakate im Vordergrund. Als eines der aktivsten Teams beim Thema Social Media kam uns jedoch große Offenheit entgegen. Auf unserer Facebook-Seite haben wir unsere Eindrücke sogar in einem kurzen Video zusammengefasst.

    Wir haben schnell gemerkt, wie anziehend ein entspannter, offener Stand voller guter Laune ist und unsere spannenden und zahlreichen Besucher bestätigten diesen Eindruck.

    – Angelina, Projektassistenz

    Die Schule von morgen mit Baut Eure Zukunft


    Eines unserer ganz persönlichen Highlights war das Gespräch mit dem 80-jährigen Herrn Kränz, welcher erst einmal sehr kritisch nachfragte, ob wir denn Bankangestellte seien. Sein wacher Blick auf die Logos unserer Förderer ließ ihn diesen Trugschluss ziehen. Nach längerem Gespräch stellte sich heraus, dass sein reges Interesse an Bildungsveranstaltungen in zu der Erkenntnis gebracht hätten, dass es im Bildungssystem eine Veränderung braucht, auch wenn es bisher so funktioniert hätte. Für ihn war es sehr spannend, wie viele der Bildungsmacher*innen von ihrer Ausbildung her selbst gar keine Lehrer*innen sind. Seinen weisen Rat an uns und unser Projekt wollen wir unseren Leser*innen nicht vorenthalten: 

    Mein ganzes Leben war voller Herausforderungen, aber wissen Sie, es bringt nichts mit dem Strom zu schwimmen.

    Es lohnt sich, seinen eigenen Weg zu gehen. 

    – Herr Kränz, Rentner

    Vorführung der Videos aus der Toolbox

    Unsere zwei YouTuber Henni und Jenni bei ihrer Kino-Premiere.

    Unser Dank gilt Toni für seine großartige Unterstützung bei der Organisation unseres Ausflugs und am Stand selbst!

  • Norbert Kunz zu Selbstwirksamkeit, Design Thinking und seiner Schulzeit

    Es gibt viele Interviews mit Norbert Kunz, dem Gründer der Social Impact gGmbH und einem der ersten Ashoka-Fellows in Deutschland, aber noch keines zu seinem neuesten Projekt und erst recht keine Antworten in kurzen GIFs. Das Team von „Baut Eure Zukunft“ hat nachgefragt, was für ein Schüler er selbst war und ob es einen Zusammenhang zwischen seiner Schulzeit und den vielen Bildungsprojekten in seinem Portfolio gibt. Die spannenden Antworten im folgenden Gespräch mit Karoline Spring. Hallo Herr Kunz! Continue reading

  • Baut Eure Zukunft ist am Start

    Es gibt Themen, die stehen in keinem Lehrplan. Aber Mobbing, Zukunftsangst, Armut und Gewalt sind Realität in den Lebenswelten vieler Schüler*innen und Lehrer*innen. Um an Themen wie diesen zu arbeiten, haben wir ein innovatives Bildungsprojekt entwickelt.

    In der Woche des internationalen Tags der Gewaltlosigkeit (jährlich 2. Oktober) und zum Welttag des Lehrers (jährlich 5. Oktober) präsentieren wir Baut Eure Zukunft. 

    Selbstwirksamkeit praktisch begreifen

    Mit Baut Eure Zukunft haben wir eine Toolbox für Lehrer*innen und Jugendleiter*innen entwickelt, die diese und andere Themen gemeinsam mit ihren Schülern angehen wollen. Dabei ist es wichtig, dass Sie den Schüler*innen zutrauen, eigene Lösungen für den selbst gewählten Schwerpunkt zu erarbeiten. In unserem Konzept sind Lehrer*innen und Pädagog*innen nicht Wissensvermittler oder Erzieher, sondern Moderatoren. Es gilt, sich zurückzunehmen und die Bühne für die Betroffenen frei zu machen. Unser 6-stündiges Unterrichtskonzept hilft dabei, die Themen der Jugendlichen auf Augenhöhe anzugehen. Geben Sie den Schüler*innen die Möglichkeit, ihre Talente und Fähigkeiten beim Testen und Entwickeln in der Teamarbeit selbstständig weiterzuentwickeln.

    Innovation statt Prävention

    Ob als Täter, Opfer oder Beobachter – sich zu engagieren, Präventionsarbeit zu leisten oder einfach nur anzusprechen, was schief läuft, ist nie leicht. Die Initiative unbedacht zu ergreifen, kann das Problem im Zweifel sogar verschlimmern. Ein weiterer Grund der dafür spricht, die Schüler*innen an eigenen Lösungsansätzen arbeiten zu lassen. Welcher Erwachsene versteht schon die Mechanismen, die hinter einer plötzlichen Rangelei auf dem Schulhof stecken? Oft ist es sogar kaum möglich einzuschätzen, wie ernst die Situation ist. Das Ergebnis und die Folgen sind oft das einzig klar Sichtbare. 

    „Ich möchte alle Schulen ermutigen, von den Anregungen und Maßnahmen zur Gewaltprävention aktiv Gebrauch zu machen“, Bildungssenatorin Sandra Scheeres, Berlin.

    Während einige Medien Alarm schlagen und steigende Zahlen von gewalttätigen Übergriffen, Beleidigungen, Mobbing und anderen nicht meldepflichtigen Tätlichkeiten erwarten, haben wir gemeinsam mit Lehrkräfte und Expert*innen aus der Bildungsbranche, Sozialinnovator*innen und Schüler*innen Baut Eure Zukunft als entwickelt. In unserer Testphase konnten wir uns bereits von der Begeisterung und dem Zuwachs an Selbstbewusstsein bei den Schülern überzeugen und wünschen uns diese Möglichkeit nun für so viele Jugendliche wie möglich. 

    Es ist nun an den Erwachsenen, die Zeit zu finden, die Initiative zu ergreifen und einen Raum für die Weiterentwicklung der Jugendlichen zu ermöglichen. Wir stellen Ihnen die Materialien hierzu zur Verfügung. Viel Spaß!